## IR-Repeater-Modul: Kanal-Konfiguration

### Übersicht
Die Konfigurationsseite "Kanäle" ermöglicht es Ihnen, die Logik für einzelne Funktionen zu definieren. Hier verknüpfen Sie die in der Bibliothek gespeicherten IR-Rohcodes mit bestimmten KNX-Aktionen. Dieses Modul unterstützt bidirektionale Kommunikation: Es kann entweder IR-Signale auf Grundlage von KNX-Befehlen senden (zur Steuerung von AV-Geräten) oder KNX-Telegramme bei der Erkennung bestimmter IR-Signale senden (Verwendung einer Fernbedienung zur Steuerung von Licht/Jalousien).

### Wichtige Parameter
- ***Kanalname***: Ermöglicht dem Benutzer, dem Kanal einen aussagekräftigen Text zuzuweisen (z. B. "TV einschalten"). Dieser Name wird im ETS-Projektbaum widergespiegelt und aktualisiert automatisch die entsprechenden Bezeichnungen der Kommunikationsobjekte, was die Programmierung und Identifizierung erheblich erleichtert.
- ***Kanalstatus***: Aktiviert oder deaktiviert den jeweiligen Kanal innerhalb der Modulkonfiguration.
- ***Arbeitsweise***: Legt die Richtung der Signalumwandlung fest.
  - **KNX -> Infrarot**: Das Gerät wartet auf einen KNX-Befehl und sendet ein gespeichertes IR-Signal, um ein Gerät zu steuern.
  - **Infrarot -> KNX**: Das Gerät wartet auf ein physisches IR-Signal und sendet einen Befehl an den KNX-Bus (z. B. damit eine ungenutzte Taste einer TV-Fernbedienung einen KNX-Lichtkreis steuern kann).
- ***IR-Code-Nummer***: Wählt aus, welche Speicherplatznummer (1-64) von der Seite "Codes" diesem Kanal zugeordnet ist.
- ***IR-Code-Selbstersetzung***: Ermöglicht es dem Endbenutzer, den gespeicherten IR-Code zu aktualisieren, ohne dass ein ETS-Service erforderlich ist (z. B. beim Austausch eines Fernsehers).
  - **Allgemeiner Betrieb**: Es wird ein eigenes Kommunikationsobjekt erstellt, um den Lernmodus auszulösen.
  - **Szenario-Funktion**: Wenn "KNX -> Infrarot" ausgewählt ist und der Eingangswerttyp auf 1 Byte gesetzt ist, funktioniert diese Funktion wie ein standardmäßiges KNX-Szenenobjekt. Ein kurzer Tastendruck sendet den IR-Code, während ein langer Tastendruck (über das Szenario-Objekt) das Gerät dazu veranlasst, einen neuen IR-Code anzulernen und in diesem Speicherplatz zu speichern.
- ***Sperrobjekt***: Aktiviert ein 1-Bit-Kommunikationsobjekt, mit dem der Kanal vorübergehend über den KNX-Bus deaktiviert oder gesperrt werden kann.
- ***Sperrstatus nach Busspannungswiederkehr merken***: Legt fest, ob der Kanal seinen vorherigen Status "Deaktiviert" oder "Aktiviert" nach einem Stromausfall und einer Busspannungswiederkehr beibehält.

### Bedingte Parameter (abhängig von "Arbeitsweise")
- ***Wenn "KNX -> Infrarot" ausgewählt ist***:
  - **Physische Ausgangsauswahl**: Mit diesem Parameter können Sie auswählen, welcher der drei physischen Infrarot-Ausgänge des Geräts zum Übertragen der IR-Steuersignale verwendet wird.
Jeder Ausgang entspricht einem unabhängigen Infrarot-Sender auf der Hardware. Durch die Auswahl eines oder mehrerer Ausgänge sendet das Gateway die erzeugten Infrarotdaten gleichzeitig über die ausgewählten Ausgänge.
  - **Eingangswerttyp**: Gibt den Datenpunkttyp (DPT) des KNX-Objekts an, das die IR-Übertragung auslöst.
  - **Eingangswert**: Legt den spezifischen Wert fest, den das KNX-Objekt empfangen muss, um die IR-Übertragung auszulösen.
  - **Verzögerung beim Senden des Infrarotsignals**: Legt eine Verzögerungszeit (in Schritten von x100ms) zwischen dem Empfang des KNX-Befehls und dem Senden des eigentlichen IR-Signals fest (0 = sofortiges Senden).
- ***Wenn "Infrarot -> KNX" ausgewählt ist***:
  - **Ausgangswerttyp**: Gibt den Datenpunkttyp (DPT) des Telegramms an, das bei Erkennung des IR-Codes an den KNX-Bus gesendet wird.
  - **Ausgangswert**: Legt den Wert/die Daten fest, die bei Erkennung des IR-Signals an den KNX-Bus gesendet werden.
  - **Verzögerung beim Senden des Ausgangswerts**: Legt eine Verzögerungszeit (in Schritten von x100ms) zwischen dem Erkennen des IR-Signals und dem Senden des KNX-Telegramms fest (0 = sofortiges Senden).

### Zweck
- Schaffung einer Brücke zwischen dem KNX-System und infrarotgesteuerten Geräten.
- Ermöglichung einer flexiblen Steuerungslogik, sodass physische Fernbedienungen mit dem Smart Home interagieren können oder das Smart Home AV-Geräte automatisieren kann.
- Bereitstellung von Wartungsmöglichkeiten für den Endbenutzer über die Funktion "Selbstersetzung".

### Verwendung
Weisen Sie jedem Kanal zur besseren Übersicht einen eindeutigen Namen zu. Wählen Sie die Arbeitsweise je nachdem, ob Sie ein IR-Gerät steuern oder eine IR-Fernbedienung als Eingang verwenden.
Aktivieren Sie für kritische Funktionen, bei denen sich Geräte ändern könnten (wie ein Fernseher), die IR-Code-Selbstersetzung, damit der Benutzer die IR-Befehle lokal über einen Wandtaster (per Szenenobjekt-Logik) oder eine Visualisierungsoberfläche aktualisieren kann.